Wie man Kindern das Ukulele-Spielen beibringt: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung von UkuTabs
Möchtest du einem Kind das Ukulele-Spielen beibringen? In diesem Leitfaden zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du die Ukulele vorstellst, welche Grundakkorde es gibt, welche lustigen Übungsspiele es gibt und wie du das Kind dabei unterstützen kannst, motiviert zu bleiben. Vom ersten Tag bis hin zum selbstbewussten Spielen von Liedern.
Wenn du darüber nachdenkst, einem Kind (deinem eigenen, einem Schüler, deiner Klasse, deiner Nichte oder deinem Neffen…) das Ukulele-Spielen beizubringen, habe ich diesen Leitfaden als deine zentrale Anlaufstelle zusammengestellt. Ich führe dich durch die Schritte, die ich empfehlen würde, mit Tipps, Beispielen für Unterrichtsideen, Lösungen für Probleme und natürlich einigen Links zu nützlichen UkuTabs-Tools, die du frei einbinden oder teilen kannst.
Warum sollte man Kindern das Ukulele-Spielen beibringen?
Falls du noch mehr Gründe brauchst, warum die Ukulele das perfekte Instrument ist, um Kindern das Musizieren beizubringen, hier sind ein paar Gründe, warum ich sie so liebe:
- Es ist klein und leicht (ideal für kleine Hände). Es gibt verschiedene Ukulelengrößen, die mit dem Kind mitwachsen können.
- Nylonsaiten sind im Vergleich zu Stahlsaiten bei der Gitarre im Allgemeinen schonender für die Fingerspitzen.
- Es gibt nur vier Saiten = weniger Akkordformen für den Anfang, im Vergleich zu den sechs Saiten einer Gitarre.
- Es macht Spaß und sorgt schnell für Erfolgserlebnisse, da man schon nach einer oder wenigen Stunden viele einfache Lieder spielen kann.
Allerdings möchte ich betonen, dass jedes Kind anders ist! Manche lernen schnell, andere brauchen mehr Ermutigung. Die Ukulele und das Ukulele-Spielen sollen Spaß machen! Das Ziel ist keineswegs Perfektion. Es geht vor allem darum, Selbstvertrauen, musikalisches Gespür und Freude am Musizieren aufzubauen. Außerdem kann es die Bindung zu dem Kind oder den Kindern stärken, die du unterrichtest.
Die Schritt-für-Schritt-Methode
Hier ist ein kurzer Überblick über die Schritte, die ich empfehlen würde. Du kannst das Tempo an das Alter, die Aufmerksamkeitsspanne und die Motivation des Kindes anpassen.
| Bühne | Ziele | Empfohlene Hilfsmittel / Übungen |
|---|---|---|
| 1 | Grundlagen: Teile der Ukulele, Halten der Ukulele, Grundhaltung, Stimmen | Akkorddiagramme,„Errate denTeil“-Spiele, Stimm-App oder Stimmgerät |
| 2 | Die ersten Akkorde und das Anschlagen lernen | Ein oder zwei einfache Akkordgriffe + ein ganz einfacher Anschlag (Abwärtsstrich) |
| 3 | Akkordwechsel, erste einfache Lieder | Übe Übergänge, lerne ein Lied mit zwei oder drei Akkorden |
| 4 | Rhythmus, Anschlagmuster und Akkordwissen | Lerne Auf- und Ab-Strumming, Muster und Übergangsakkorde |
| 5 | Spiele, Lieder, Darbietungen, Kreativität | Spielt eure Lieblingslieder mit, improvisiert, wählt eure Favoriten aus, gebt Minikonzerte |
1. Erste Schritte: Die Ukulele vorstellen
1.1 Körperteile, Körperhaltung und Haltung
Zeig ihnen zunächst die einzelnen Teile der Ukulele: Korpus, Hals, Griffbrett, Saiten, Schallloch, Steg, Stimmwirbel. Ich zeichne oft eine einfache Skizze oder nutze die beschriftete Abbildung aus dem Leitfaden zu den wichtigsten Ukulelen-Teilen. Du kannst sie bitten, auf die einzelnen Teile zu zeigen oder sie zu benennen. Natürlich kannst du auch die Ukulele verwenden, die dir zur Verfügung steht.

Wenn sie die Ukulele zum ersten Mal in der Hand halten, achte darauf, dass sie sie sanft halten und nicht zu fest zupacken. Zeig ihnen, wie man sie auf dem Schoß abstützt (im Sitzen) oder mit einem Gurt trägt (sofern die Größe das zulässt). Sie werden es kaum erwarten können, die Saiten zu berühren und Töne zu erzeugen. Halte sie nicht davon ab, sondern lass sie die Ukulele mit der Anschlaghand offen anschlagen (die andere Hand darf überhaupt keine Bünde berühren), damit sie hören, wie sie nur durch Anschlagen klingt.
1.2 Die Ukulele stimmen
Das Stimmen ist etwas, das Kinder (und ehrlich gesagt auch Erwachsene) oft frustrierend finden. Vor allem bei einer neuen Ukulele kann es ein paar Stimmversuche dauern, bis sie richtig gestimmt bleibt. Ein kleiner Tipp: Zieh die Saiten ganz leicht zu fest an und lass sie einen Tag lang so. Dann stimm sie wie gewohnt, und sie sollte nun richtig gestimmt bleiben.
Ich habe den UkuTabs-Stimmgerät kürzlich überarbeitet, damit er besonders vielseitig einsetzbar ist. Du findest ihn sowohl auf der Startseite als auch auf der Ukulelen-Stimmgerät-Seite. Du kannst das Mikrofon deines Computers oder Smartphones nutzen, und er hilft dir und deinem Kind intuitiv dabei, die Ukulele zu stimmen. Kinder sehen das oft als eine Art Videospiel, bei dem es darum geht, das grüne Licht der Saite zum Leuchten zu bringen und die Nadel in die Mitte zu bewegen. Wenn du lieber nach Gehör stimmst, ist das im „Tonmodus“ ebenfalls problemlos möglich.
Was ich gerne zwischen den Einheiten mache, ist das Spiel „Errate die Saite“. Ich schlage auf eine beliebige Saite und bitte sie, den Ton nachzuspielen. Das trainiert sowohl ihr Gehör als auch ihre Fähigkeit, nach Gehör zu stimmen, und hilft ihnen dabei, die einzelnen Saiten auseinanderzuhalten (G, C, E und A in der Standardstimmung der Ukulele) – was später beim Erlernen von Akkorden sehr hilfreich sein wird.
Erwarte nicht, dass sie das Gehör auf Anhieb perfekt entwickeln. Ihr Gehör wird sich weiterentwickeln und immer besser werden.
2. Erste Akkorde und Anschlagmuster
2.1 Wähle einen einfachen ersten Akkord
Wenn du dich mit den Grundakkorden vertraut machen möchtest, kannst du dir diesen Leitfaden ansehen, den ich für den Einstieg verfasst habe. Mit Kindern ist es jedoch besser, langsam anzufangen und sich zunächst auf einen einzigen Akkord zu beschränken. Der C-Akkord ist oft der einfachste Einstieg, da man dafür nur einen Finger braucht: den Ringfinger auf dem 3. Bund der A-Saite (unterste Saite).

Wichtig: Zeig ihnen, wie sie die Saite dicht an die Metallleiste (den Bund) drücken müssen, aber niemals direkt darauf, damit ein klarer Klang entsteht.
Sobald sie den C-Akkord sauber spielen können – also so, dass sie den Akkord anschlagen und jede der vier Saiten klar erklingt –, ist das schon ein Erfolg! Ermutige sie und zeige dich begeistert davon. Du kannst versuchen, den Am-Akkord (ebenfalls mit einem Finger) oder F (zwei Finger) und später G (drei Finger) einzuführen, sobald sich ihre Fingerfertigkeit verbessert. Mit diesen Akkorden kannst du bereits die meisten populären Songs in der Tonart C spielen, zum Beispiel von Bob Dylan, Adele, Tom Petty, Bruce Springsteen, Taylor Swift und Creedence Clearwater Revival.
Hast du Schwierigkeiten beim Lesen von Akkorddiagrammen? Schau dir die Anleitung an, die das in schnellen und einfachen Schritten erklärt. Bist du bereit für weitere Akkorde? Schau dir die Anleitung zu den Grundakkorden an, um deine Fähigkeiten zu verbessern.
Auch wenn es verlockend sein mag, gleich mit den Liedern anzufangen, ist es wichtig, zuerst über das Anschlagen zu sprechen.
2.2 Anschlagen – die Grundlagen
Das Anschlagen ist das Herzstück des Ukulelenspiels. Selbst mit nur ein paar einfachen Akkorden kann das richtige Anschlagmuster einen Song zum Leben erwecken und ihn besser klingen lassen.
Beginne mit einem einfachen Abwärtsschlag auf jeden Schlag. Zähle bis vier und streiche mit dem Zeigefinger oder Daumen sauber über die vier Saiten von oben nach unten, von der G-Saite zur A-Saite. Ein Akkord ist vorerst noch nicht nötig. Das Hauptziel ist hier ein gleichmäßiges Timing, keine ausgefallenen Rhythmen.
Sobald sie sich sicher fühlen, kannst du einfache Auf-Ab-Strumming-Bewegungen einführen. Betone die natürliche Auf-Ab-Bewegung und achte auf ein gleichmäßiges Tempo. Nutze ein Metronom (ein echtes oder eine App), um das Tempo zu halten. Fang langsam an und steigere das Tempo stetig.
Es ist zwar wichtig, die Grundlagen richtig zu lernen, aber du kannst ihnen auch den „Island“- oder „Calypso“-Strum zeigen. Das ist das bekannteste Ukulelen-Strumming-Muster und bei Anfängern besonders beliebt. Es verleiht dem Spiel einen beschwingten Charakter. Wenn du nur ein „fortgeschritteneres“ Strumming-Muster beibringst, sollte es dieses sein.
Es geht so: D-D-U-U-D-U. Du kannst 1 2 & & 4 & zählen (runter auf den Zählzeiten 1 und 2, hoch auf dem „&“ nach der 2, runter-hoch auf der 4). Sag die Worte „Runter, Runter-Hoch, Hoch-Runter-Hoch“, während du strummelst. Wiederhole das Muster so lange, bis es dir in Fleisch und Blut übergegangen ist. Fang langsam an und steigere dann allmählich das Tempo. Der Island Strum passt perfekt zu„Riptide“ von Vance Joy, einem der weltweit beliebtesten Ukulelen-Songs für Anfänger.

Wenn du dich wirklich intensiv mit Anschlagmustern beschäftigen möchtest – inklusive Hörbeispielen –, schau dir doch mal den ultimativen Anschlag-Leitfaden an, den ich geschrieben habe.
3. Akkordwechsel und einfache Lieder
3.1 Akkordwechsel
Das Wechseln der Akkorde ist für Anfänger oft der schwierigste Teil. Kinder neigen vielleicht dazu, einen Akkord zu halten, anstatt zum nächsten überzugehen. Um ihnen dabei zu helfen, kannst du ein paar „Hüpfer“- oder „Sprung“-Übungen einbauen. Bitte sie zum Beispiel, während sie einen C-Akkord halten, ihre Finger loszulassen und in einer fließenden Bewegung ohne Pause im Am-Akkord zu landen.
Übe das zunächst ohne zu strummen, bewege einfach nur die Finger. Mach das mit nur zwei Akkorden. Einige gängige Übergänge sind: C nach Am, C nach F, C nach G und im Grunde alles dazwischen. Lass sie diesen Wechsel nach und nach meistern, bevor es zu viel für sie wird. Achte darauf, dass sie ihre Finger nur minimal bewegen, sie nah am Griffbrett halten und nicht zu hoch anheben.
3.2 Erste Lieder
Such dir einfache, kinderfreundliche Lieder mit zwei oder drei Akkorden aus. Die Liste unten ist ein guter Ausgangspunkt. Vertrautheit hilft dabei sehr! Geh vor dem Loslegen jeden Akkord im Lied sowie die Übergänge durch. Besprecht, welches Anschlagrhythmus ihr verwenden wollt (Abwärtsanschläge funktionieren fast immer). Lass sie zunächst langsam mitspielen. Feiere kleine Erfolge: eine Strophe ohne Unterbrechung durchzuspielen, den Anschlag richtig hinzubekommen, einen Übergang zu meistern …
| Lied | Link | Akkorde |
|---|---|---|
| Twinkle, Twinkle, Little Star | Link | C, F, G, G7 |
| Schläfst du / Frère Jacques | Link | Version mit einem G-Akkord |
| Old MacDonald hatte einen Bauernhof | Link | C, F, G |
| Riptide | Link (um -1 verschoben) | A, C, G |
| Drei blinde Mäuse | Link | C, G |
| Irgendwo über dem Regenbogen | Link | A-Moll, C, E-Moll, F, G (optional E7) |
| Räder am Bus | Link | C, G |
4. Mehr Komplexität: Mehr Akkorde und Rhythmen
Sobald sie ein paar Akkorde beherrschen und gleichmäßig klimpern können, kannst du:
- Führe neue Akkorde nach und nach ein. Ich würde vorschlagen, das Repertoire mit D, E und Em abzurunden, aber ein besonders guter Tipp ist, sie ein Lied (oder mehrere Lieder) aussuchen zu lassen, das ihnen gefällt, und dann zu schauen, welche Akkorde darin vorkommen. Das motiviert sie in der Regel mehr, diesen bestimmten Akkord zu lernen, da sie dann ein konkretes Ziel vor Augen haben.
- Bring fortgeschrittenere Anschlagmuster bei, wie zum Beispiel synkopierte oder Reggae-Rhythmen…
- Zeig, wie man mit Palm Muting oder Chunking perkussive Effekte einbaut.
- Fördern Sie Dynamik, wie zum Beispiel den Effekt und das Gefühl beim sanften oder kräftigen Anschlagen der Saiten.
- Das „Gamifizieren“ des Lernprozesses ist in der Regel sehr erfolgreich. Denk zum Beispiel an Akkordnamen-Wettbewerbe, Versteckspiel auf dem Griffbrett oder das Umkreisen eines Akkords…
5. Motivation, Spiele, Kreativität & Leistung
Eine der größten Herausforderungen beim Ukulele-Unterricht für Kinder sind eigentlich nicht die Akkorde oder das Anschlagen der Saiten, sondern die Motivation aufrechtzuerhalten. Sie sind neugierig und voller Energie, aber ihre Aufmerksamkeitsspanne kann sehr kurz sein (frag mich nicht, woher ich das weiß). Deshalb versuche ich immer, das Lernen eher wie ein Spiel als wie Arbeit wirken zu lassen. Wenn sie Spaß haben, stellen sich die Fortschritte fast von selbst ein. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen sollen.
Halte es kurz und lohnenswert
Für die meisten jungen Anfänger reichen 10 bis 30 Minuten pro Tag oder jeden zweiten Tag völlig aus. Das ist lang genug, um etwas Neues zu lernen, aber kurz genug, um konzentriert zu bleiben. Achte darauf, dass jede Einheit mit einem kleinen Erfolg endet – beende sie niemals mit negativer Stimmung. Ein kurzes Lied durchzuspielen, einen neuen Akkord zu lernen oder einfach nur im Rhythmus zu klimpern, ohne anzuhalten, sind alles gute Abschlussübungen. Mit einem Erfolg abzuschließen stärkt das Selbstvertrauen und weckt die Vorfreude auf die nächste Einheit. Kinder sollten das Instrument mit einem Gefühl von Stolz verlassen, nicht mit Frustration. Es ist besser, eine Lektion mit einer positiven Stimmung abzubrechen.
Wähle Lieder aus, die ihnen wirklich gefallen
Es mag selbstverständlich klingen, aber das macht einen riesigen Unterschied! Wenn ein Kind Disney-Songs, Minecraft-Melodien oder Taylor Swift liebt, dann wähle das. Das Schöne an der Ukulele ist, dass das Instrument so einfach oder so schwierig sein kann, wie du willst. Fast jedes Lied lässt sich auf ein paar einfache Akkorde vereinfachen. Die Transpositionsfunktion bei UkuTabs kann dabei eine große Hilfe sein. Damit kannst du die Tonart des Songs ändern, um Akkorde zu finden, die bereits bekannt sind. Auch wenn du sie weiterhin zu Songs anleiten solltest, die machbar und lohnenswert sind, lass sie ab und zu auch selbst einen Song aussuchen.
Mach aus dem Training ein Spiel
Üben muss nicht immer eintönig oder langweilig sein. Wie bereits erwähnt, gibt es unzählige kreative Möglichkeiten, den Ukulelenunterricht spielerisch zu gestalten. Das funktioniert, weil das Lernen so in etwas eingebettet wird, das den Kindern vertraut ist – und sie dabei Spaß haben.
- Akkord-Bingo: Zeichne ein Raster mit Akkordnamen und lass sie die markieren, die sie sauber spielen können.
- Akkord-Wettbewerb: Mal sehen, wer am schnellsten zwischen zwei Akkorden wechseln kann (ideal für den Gruppenunterricht).
- Ukulele-Simon-sagt: Anstelle von körperlichen Aktionen gibst du musikalische Anweisungen wie „Spiel den C-Akkord“, „Strumme zweimal“ oder „Stillstehen!“
- Lied-Puzzle: Schneide den Text eines einfachen Liedes in einzelne Teile und bitte die Kinder, die Teile während des Abspielens in die richtige Reihenfolge zu bringen.
- Spielt das eingangs erwähnte Stimmspiel, um ihr Gehör zu trainieren.
Fördere die Kreativität
Sobald sie ein paar Akkorde draufhaben, warum lässt du sie nicht ihr eigenes Lied schreiben? Das Lied muss weder Sinn ergeben noch gut klingen, aber ermutige sie, kreativ zu sein. Du kannst ihnen ein bisschen auf die Sprünge helfen, indem du ein Thema vorschlägst. Zum Beispiel ein Lied über ihr Haustier oder darüber, was sie zu Mittag gegessen haben. Musik ist eine Form des Selbstausdrucks – mach ihnen das bewusst und lass sie improvisieren.
Stärke dein Selbstvertrauen durch kleine Erfolge
Auftreten hat eine unglaubliche Wirkung. Ermutige sie, zu zeigen, was sie gelernt haben. Du kannst es lieber als „Mini-Konzerte“ statt als „Auftritt“ bezeichnen, um den Druck etwas zu nehmen. Feiere jeden Meilenstein, egal wie klein er auch sein mag.
Beispiel für einen 6-Stunden-Unterrichtsplan (für ein Anfängerkind)
Hier ist ein grober Leitfaden, den du an deine Planung anpassen kannst. Baue darauf schrittweise auf und passe ihn an dein Kind oder deinen Schüler an. Füge mehr Akkorde, mehr Anschlagmuster und mehr Liedvielfalt hinzu …
- Lektion 1: Teile, Haltung, Stimmen, offener Anschlag, C-Akkord
- Lektion 2: Abwärtsstrumming, Vertiefung von C, Beginn des Akkordwechsels
- Lektion 3: Füge einen Am- oder F-Akkord hinzu, schlag C → Am → C an, einfaches Lied
- Lektion 4: Den G-Akkord vorstellen, den Wechsel zwischen drei Akkorden üben
- Lektion 5: Lerne das Anschlagmuster (D-U) oder eine rhythmische Variation und spiel ein Lied mit drei Akkorden
- Lektion 6: Spieltag / Wiederholung / kurze Darbietung eines Liedes
Ein paar schnelle Tipps zur Fehlerbehebung
- Schmerzende Finger: Vor allem junge, ungeübte Finger können schnell schmerzen. Pass deinen Trainingsplan an und übe lieber kurz, aber dafür öfter.
- Dämpfende Saiten / Schnarrgeräusche: Überprüfe zuerst die Ukulele, dann die Fingerhaltung – die Fingerspitzen sollten zum Einsatz kommen – und achte auf die Fingerposition: nah am Bund, aber nicht direkt darauf.
- Kinder verlieren die Konzentration: Wechsle zwischen Spielen, Zuhören, Singen und Spielen ab. Lerne Lieder, die sie mögen, lass sie Lieder schreiben, spiel Spiele mit ihnen.
- Schwierigkeitsgrad der Akkorddiagramme: Scheue dich nicht, manche Akkorde zu vereinfachen. Bring den Schülern Teilakkorde bei und nutze diese als Sprungbrett.
- Verwirrung beim Stimmen: Nutze einen visuellen Stimmhilfe wie den hier auf UkuTabs, der anzeigt, an welcher Wirbel du für welche Saite drehen musst.
Einige häufig gestellte Fragen
Viele professionelle Ukulelenlehrer empfehlen, etwa im Alter von 6 Jahren anzufangen, da jüngere Kinder möglicherweise Schwierigkeiten mit der Koordination oder der Konzentration haben. Das hängt jedoch stark vom jeweiligen Kind ab. Du kannst die Ukulele schon früher als „Spielzeug“ einführen, damit sich das Kind bereits daran gewöhnt.
Mit regelmäßigem Üben hat man die Grundakkorde im Handumdrehen drauf und schon nach den ersten Stunden kann man Lieder mit zwei oder drei Akkorden spielen.
Es ist viel besser, täglich oder jeden zweiten Tag in kurzen Einheiten zu üben, als einmal pro Woche eine lange Einheit.
Das hängt zwar vom Interesse des Kindes ab, aber konzentriere dich zunächst darauf, zu spielen, zuzuhören und Spaß zu haben. Die Theorie (Tonleitern, Akkordaufbau) kann später kommen.
Hör auf, sie zu drängen! Nimm ein bisschen Abstand und spielt einfach zusammen, sucht Lieder aus, die ihnen gefallen, und sorgt dafür, dass es wieder Spaß macht. Wenn es ihnen nach einer Weile immer noch keinen Spaß macht, ist das auch okay.