Ukulele-Größen erklärt: Sopran, Konzert, Tenor oder Bariton
Soprano, concert, tenor or baritone? Here is how the four ukulele sizes compare in sound, feel and tuning, so you can pick the right one for you.
Es gibt vier Hauptgrößen bei der Ukulele: Sopran, Konzert, Tenor und Bariton. Mehr ist die Familie nicht. Das Marketing lässt sie klingen wie völlig verschiedene Instrumente, dabei sind die Abstände dazwischen kleiner und einfacher als das, ein bisschen wie bei Schuhgrößen. Gleiche Form, gleiche Idee, nur Schritt für Schritt eine Nummer größer.
Drei der vier teilen sich sogar dieselbe Stimmung, ein Akkord, den du auf der einen lernst, funktioniert also direkt auf der nächsten. In diesem Guide zeige ich dir, wie sie sich in Mensur, Klang und Spielgefühl unterscheiden, und helfe dir dann, die passende für deine Hände und deine Ziele auszusuchen.
Die vier Größen auf einen Blick

Zuerst die Kurzfassung. Die Zahlen sind typische Werte und keine exakten, denn jeder Hersteller macht es ein bisschen anders. Die Mensur (= der Teil der Saite, der tatsächlich schwingt, vom Sattel bis zum Steg) ist die Zahl, auf die es beim Spielgefühl ankommt. Das ganze Instrument ist natürlich länger: Eine Sopran-Ukulele misst insgesamt etwa 53 cm (21 Zoll), eine Bariton-Ukulele etwa 76 cm (30 Zoll).
| Größe | Typische Mensur | Übliche Stimmung | Klangcharakter | Passt zu |
|---|---|---|---|---|
| Sopran | etwa 33 cm (13 Zoll) | gCEA (high-G) | Hell, klimpernd, die klassische Uke | Anfänger, kleine Hände, den traditionellen Klang |
| Konzert | etwa 38 cm (15 Zoll) | gCEA (high-G) | Wärmer und eine Spur voller | Die meisten Leute, bequemere Bundabstände |
| Tenor | etwa 43 cm (17 Zoll) | gCEA oder low-G | Voller, lauter, mehr Resonanz | Auftritte, größere Hände, Fingerpicking |
| Bariton | etwa 48 cm (19 Zoll) | DGBE (tief) | Tief, weich, gitarrenartig | Gitarristen, Fans von tiefem warmem Klang |
Sopran, Konzert und Tenor teilen sich alle dieselbe gCEA-Stimmung, dieselben Griffe ergeben also dieselben Akkorde. Du kannst frei zwischen ihnen wechseln. Der Bariton tanzt aus der Reihe, und genau das ist bei ihm der springende Punkt.
Sopran: die klassische kleine Uke
Die Sopran-Ukulele ist die kleinste im Bunde und die, die den meisten Leuten vor Augen steht, wenn sie das Wort Ukulele hören. Sie hat diese helle, klimpernde, leicht nach Spielzeugkiste klingende Stimme, die dem Instrument überhaupt erst seinen fröhlichen Ruf eingebracht hat.
Sie ist leicht, günstig und super zu transportieren. Der Haken ist die kurze Mensur, dadurch liegen die Bünde eng beieinander. Wenn du größere Finger hast, wird es weiter oben am Hals vielleicht etwas eng. Gestimmt wird sie ganz normal auf gCEA, jedes Anfänger-Akkorddiagramm hier auf der Seite passt also perfekt.
Konzert: der bequeme Allrounder
Eine Größe weiter landest du bei der Konzert-Ukulele. Sie ist ein wenig größer als die Sopran-Ukulele und hat mehr Platz zwischen den Bünden, was die meisten Leute als angenehmer für die Hände empfinden. Der Ton ist eine Spur wärmer und voller, klingt dabei aber immer noch klar nach Ukulele.
Auch hier wieder dieselbe gCEA-Stimmung. Wenn du dir nicht sicher bist, welche du nehmen sollst, und keine winzigen Hände hast, ist die Konzert-Ukulele meiner Meinung nach die sichere, glückliche Mitte. Ich habe selbst auf einer Konzert-Ukulele angefangen, und sie ist immer noch eine großartige erste Ukulele, wenn du den traditionellen Klang willst. Sie ist die Größe, die ich Erstkäufern am häufigsten empfehle.
Tenor: voller, lauter, der Liebling auf der Bühne
Die Tenor-Ukulele ist noch einmal größer, mit längerer Mensur, weiteren Bundabständen und deutlich mehr Lautstärke und Resonanz. Sie passt zu größeren Händen, zu Fingerpicking und zu allen, die eine reichere Stimme wollen. Das ist die Größe, zu der ich inzwischen am häufigsten greife.
Tenor-Ukulelen kommen oft schon fertig für low-G eingerichtet, bei dieser Stimmung fällt die vierte Saite eine Oktave unter das übliche hohe g (= diese Saite klingt jetzt tiefer als die anderen statt höher). Das bringt Bass und einen gleichmäßigeren Verlauf der Töne, was für Fingerpicking und Instrumentalstücke wunderschön ist. Du kannst eine Tenor-Ukulele genauso mit high-G besaiten, du bekommst also wirklich das Beste aus beiden Welten.
Bariton: der große, weiche, gitarrenartige
Die Bariton-Ukulele ist die größte der vier und die, die das Muster durchbricht. Statt gCEA ist sie auf DGBE gestimmt, genau wie die vier hohen Saiten einer Gitarre. Das gibt ihr einen tiefen, warmen, weichen Ton mit echtem Fundament nach unten.
Wenn du schon Gitarre spielst, fühlt sich die Bariton-Ukulele an wie Nachhausekommen, denn diese vier Griffe kennst du längst. Der Haken daran: Normale Ukulele-Akkorddiagramme lassen sich nicht direkt übertragen, weil die Stimmung eine andere ist. Keine Sorge, das ist kein Ausschlusskriterium, es heißt nur, dass sie ihre eigene Lernkurve mitbringt. Ich habe einen ganzen Guide dazu, ob sich ein Bariton lohnt, schau also in den Bariton-Guide, bevor du einen kaufst.
Welche Größe solltest du also nehmen?
Keine Größe ist „besser“ als die andere. Sieh es wie beim Schuhkauf: Es kommt auf deine Hände, dein Ziel und dein Budget an, nicht auf Angeberei.
Kleinere Hände, oder kaufst du für ein Kind? Fang mit Sopran oder Konzert an. Größere Hände, oder Finger, denen es auf einer Sopran-Ukulele zu eng wird? Geh hoch auf Tenor, mindestens aber auf Konzert.
Nach Klang und Absicht teilt es sich genauso sauber auf. Willst du das klassische fröhliche Ukulele-Geklimper, nimm Sopran. Willst du eine einzige unkomplizierte Alleskönner-Uke, nimm Konzert. Geht es dir um Lautstärke, Fülle und Platz für Fingerpicking, nimm Tenor. Und wenn du schon Gitarre spielst oder einem tiefen, weichen Ton hinterherjagst, bist du beim Bariton richtig.
Beim Budget sind Sopran-Ukulelen normalerweise die günstigsten, und mit wachsendem Korpus klettern die Preise nach oben. Wenn das Geld knapp ist, bringen dich Sopran oder Konzert für weniger zum Spielen. Für ein erstes Instrument mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis schau dir meine Auswahl der besten günstigen Ukulelen in der Ukulelen-Kaufberatung an.
Wenn du dich wirklich nicht entscheiden kannst, nimm eine Konzert-Ukulele. Meiner Meinung nach gefällt sie den meisten Spielern, passt in die meisten Hände und nutzt dieselben Akkorde wie Sopran und Tenor.
Ändert die Größe etwas daran, wie ich stimme?
Sopran, Konzert und Tenor nutzen alle gCEA, die Stimmung ist über alle drei hinweg also identisch. Der Tenor gibt dir nur zusätzlich die Möglichkeit von low-G. Der Bariton nutzt DGBE, und das ist noch einmal eine ganz andere Nummer.
Bei welcher du auch landest, hol dir den Ton punktgenau mit dem kostenlosen Ukulele-Stimmgerät online, und wenn du das ganze Bild willst, lies den Guide zum Stimmen.
Zum Schluss
Ich hoffe, dieser Guide hat dir geholfen, die Unterschiede zwischen Sopran, Konzert, Tenor und Bariton zu sortieren, und dir eine klare Vorstellung gegeben, welche Größe zu dir passt. Denk dran: Akkorde, die du auf einer gCEA-Uke lernst, gehen direkt auf die anderen über, du legst dich also nie fest.
Fragst du dich außerdem nach Budget, Marken und worauf du im Laden wirklich achten solltest? Wenn du bereit zum Kaufen bist, führt dich die Ukulelen-Kaufberatung durch alles davon. Üb schön weiter und genieß es! Du kannst mich jederzeit kontaktieren, wenn du mehr über Ukulele-Größen wissen willst. Viel Erfolg und viel Freude beim Spielen!