Ein Tonleiter-Diagramm funktioniert anders als ein Akkorddiagramm. Statt einen Griff mit ein paar gedrückten Fingern zu zeigen, leuchtet es jede Position auf dem Hals auf, an der ein Ton der Tonleiter liegt. Meist siehst du zwei oder drei Punkte pro Saite über die ersten zwölf Bünde, und das sind die einzigen Stellen, an denen die Tonleitertöne vorkommen.
Der Grundton (das Zuhause der Tonleiter) ist in einer anderen Farbe markiert als der Rest, damit du siehst, wo ihr tonales Zentrum landet. In C-Dur zum Beispiel ist jedes C auf dem Hals ziegelrot markiert, während die anderen sechs Töne der Tonleiter (D, E, F, G, A, B) oliv erscheinen. Drück eine beliebige leuchtende Position und du bist garantiert in der Tonleiter.
Das Diagramm liest sich wie ein Akkord: Die vier senkrechten Linien sind die Saiten (G, C, E, A von links nach rechts in Standardstimmung), die waagerechten Linien sind die Bünde und der dicke Balken oben ist der Sattel. Leere Saiten sitzen direkt über dem Sattel. Die Zahlen am unteren Rand markieren wichtige Bünde (3, 5, 7, 9, 12) zur Orientierung.
Tonleitern wiederholen sich alle zwölf Bünde. Das Punktmuster der ersten zwölf Bünde ist identisch mit dem ab Bund zwölf (nur eine Oktave höher). Deshalb hören die meisten Tonleiter-Charts am 12. Bund auf.