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Wie man eine Ukulele spielt

Um eine Ukulele zu zupfen, streiche mit dem Fingernagel deines Zeigefingers über alle vier Saiten – genau dort, wo der Hals auf den Korpus trifft – und lass die Bewegung eher aus einem lockeren Handgelenk als aus dem ganzen Arm kommen. Zupfe mit dem fleischigen Polster desselben Fingers nach oben. Sobald sich das natürlich anfühlt, füge ein Muster wie den „Island Strum“ hinzu.

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Das Anschlagen ist das, was aus Akkorden ein Lied macht, und es ist einfacher, als es aussieht. Die ganze Technik lässt sich auf drei Dinge reduzieren: ein entspanntes Handgelenk, die richtige Stelle auf den Saiten und ein gleichmäßiges Muster. Hier erfährst du, wie du alle drei umsetzt, und anschließend gibt’s die Muster zum Üben.

Die Grundlagen des Ukulelen-Strummings

Beginne mit der Grundhaltung der Hand, also einer lockeren Faust. Schlage mit dem Zeigefinger deiner rechten Hand an, wobei der Fingernagel nach unten zeigt. Wenn du nach unten schlägst, solltest du die Saiten mit dem Fingernagel treffen. Wenn du nach oben schlägst, nimmst du die fleischige Fingerspitze. Es ist wichtig, eher das Handgelenk als die ganze Hand einzusetzen. Wenn du die ganze Hand einsetzt, wird es sehr schnell anstrengend.

Wie du deine Anschlaghand auf einer Ukulele positionierst

Als ich anfing, Ukulele zu spielen, hab ich das anders gemacht. Ich hab die Spitzen von Daumen und Zeigefinger aneinandergepresst, als würde ich ein Plektrum halten. Ich hab mit dem Nagel des Zeigefingers nach unten und mit der Daumenspitze nach oben gezupft. Vielleicht lag’s daran, dass ich schon Gitarre gespielt hatte, aber ich fand diese Art zu zupfen am Anfang einfacher. Du solltest auch darauf achten, dass du an der richtigen Stelle anschlägst. Wenn du zu nah am Steg oder zu weit oben am Hals anschlägst, klingt der Ton dumpf.

Ich hab festgestellt, dass die beste Stelle zum Zupfen bei der Ukulele bei jedem Instrument anders ist, aber sie liegt ungefähr dort, wo der Hals auf den Korpus trifft (siehe roter Bereich im Bild unten).

Der „Sweet Spot“ beim Anschlagen einer Ukulele, dort, wo der Hals auf den Korpus trifft

Übe das Anschlagen in beide Richtungen, indem du einfach auf und ab strichst. Sobald du das beherrschst, mach weiter mit dem Abschnitt für Fortgeschrittene! Und sobald dein Anschlag wie von selbst läuft, kannst du anfangen, dazu zu singen. Hier erfährst du, wie du gleichzeitig singen und spielen kannst.

Fortgeschritten

Sobald dir die grundlegende Auf- und Abbewegung leicht von der Hand geht, kannst du anfangen, einen Rhythmus zu entwickeln. Jedes Lied hat sein eigenes Anschlagmuster, und du baust eines auf, indem du die gleiche gleichmäßige Auf- und Abbewegung beibehältst, aber bei bestimmten Schlägen die Saiten auslässt. Probier zum Beispiel mal „runter, rauf, auslassen, runter“: Lass deine Hand die ganze Zeit in Bewegung bleiben, aber lass sie die Saiten nur bei den Schlägen berühren, die du hören willst. Übe langsam, am besten mit einem Metronom bei etwa 60 Schlägen pro Minute, und werde erst schneller, wenn das Muster gleichmäßig ist. Dass du deine Hand bei den übersprungenen Schlägen in Bewegung hältst, sorgt dafür, dass dein Timing zusammenbleibt.

Akkordnotation

Akkordmuster werden als kurze Buchstabenreihe notiert, die angibt, in welche Richtung sich deine Hand bei jedem Schlag bewegt. Wir veröffentlichen zwar nicht die genauen Akkordmuster für einzelne urheberrechtlich geschützte Songs, aber die unten aufgeführten allgemeinen Muster und Notationen lassen sich auf Tausende von Songs anwenden. Hier erfährst du, was die einzelnen Symbole bedeuten.

  • d: Abwärtsschlag
  • u: Aufwärtsschlag
  • : Pause oder ausgelassener Anschlag, d. h., du bewegst deine Hand entweder nach oben oder unten, ohne die Saiten zu berühren. Das hilft dir dabei, ein Gefühl für das Timing der Anschläge zu bekommen.
  • x: steht für einen „Chnk“. Du schlägst nach unten und führst den Anschlag zu Ende, sodass die Handfläche auf den Saiten aufkommt und ein „Chnk“-Geräusch erzeugt.
  • (d) oder (u): Ein gedämpfter Abwärts-/Aufwärtsstrich. Du spielst wie gewohnt, lässt aber deine Greiffinger auf den Saiten liegen, um deren Nachklingen zu unterbinden. Es klingt wie ein „Chnk“, aber du kannst das bei Strichen in beide Richtungen machen.
  • D oder U: Großbuchstaben bedeuten, dass der Anschlag betont wird (d. h. leg etwas mehr Schwung rein).

Strumming-Muster

#MusterGut für
Anfänger-Akkorde
1d d d dDer allererste Akkord (nur Abwärtsstriche)
2d u d uBei jedem Schlag runter und wieder hoch
4/4-Takt
3d – d u – u d –Der allgegenwärtige 4/4-Strum
4d – d u – u d uDer klassische Insel-Strum
5d – d – d u d u ichFahren 4/4
6d – d u d u d uLebhaft, beschwingt, 4/4
Halber Takt (die Akkorde wechseln zweimal pro Takt)
7d – d uSchnelle Akkordwechsel
8d u x uHalber Riegel mit einem Stück
Zwei Takte (langsame Akkordwechsel)
9d – d u – u d uWenn sich die Akkorde alle zwei Takte ändern
Schwerpunkt
10d u d U d u d UDer Akzent liegt auf dem starken Schlag
11d u x u d u x uFunky und klobig
Reggae
12– d – d – d – dEtwas abseits des Mainstreams
13– – d u – – d –Synkopierter Reggae
3/4-Walzer-Takt
14d – d u d –Lieder im Dreivierteltakt
15d – d u d uSongs im Dreivierteltakt, lebhafter

Es gibt kein einziges „richtiges“ Anschlagmuster für einen Song, so wie es auch keinen „richtigen“ Akkord gibt. Es passen viele verschiedene Muster, und zu lernen, eines nach Gehör auszuwählen, ist eine Kunst für sich. In der Tabelle oben sind die gängigsten aufgeführt, angefangen mit den einfachsten, und zu jedem gibt es unten ein Hörbeispiel. Bist du ganz neu dabei? Dann lerne erst einmal die beiden Einsteiger-Anschlagmuster sicher, bevor du irgendetwas anderes machst. Probier ein paar davon bei deinem Song aus, behalte das, was sich richtig anfühlt, und sobald du dich sicher fühlst, kannst du deine eigenen erfinden.

Anfänger-Akkorde

Bist du ganz neu beim Gitarre spielen? Lern erst mal diese beiden Grundgriffe, dann mach mit den unten stehenden Mustern weiter.

Muster 1 d d d d

Der allererste Akkordschlag: ein Abwärtsschlag auf jeden Schlag. Es kommt ganz auf einen gleichmäßigen Rhythmus an, also zähle beim Spielen laut „eins, zwei, drei, vier“ mit.

Probier es mal an

Muster 2 d u d u

Füge zwischen jedem Abwärtsschlag einen Aufwärtsschlag ein, sodass sich deine Hand die ganze Zeit über abwärts und aufwärts bewegt. Das ist die Grundlage, auf der fast jedes der folgenden Muster aufbaut.

Probier es mal an

4/4-Strumming-Muster

Die häufigste Taktart. Wenn du zu einem Lied „eins, zwei, drei, vier“ mitzählen kannst und es passt, probier diese mal aus.

Muster 3 d – d u – u d –

Lässt den dritten Abwärtsschlag weg, um einen sanften, synkopierten Schwung zu erzeugen. Ganz einfach, und das taucht überall auf.

Gehört in

Muster 4 d – d u – u d u

Der klassische Insel-Strum: Muster 3 mit einem zusätzlichen Aufstrum am Ende. Der Klassiker für unzählige Songs.

Gehört in

Muster 5 d – d – d u d u

Ein gleichmäßiges, treibendes Gefühl, wobei die zweite Hälfte des Takts lebhafter ist.

Gehört in

Muster 6 d – d u d u d u

Sobald es losgeht, gibt’s fast durchgehend Auf und Ab, was gut zu schnelleren, peppigen Songs passt.

Gehört in

Halbtakt-Muster

Für Lieder, bei denen die Akkorde zweimal pro Takt wechseln.

Muster 7 d – d u

Ein kurzer, halber Takt lang gezupft – ideal für Songs, bei denen die Akkorde schnell wechseln.

Gehört in

Muster 8 d u x u

Ein halber Taktschlag mit einem Chunk (das „x“) für einen perkussiven, leicht funkigen Groove.

Gehört in

Zweibalkenmuster

Für Songs, bei denen sich die Akkorde langsam ändern. Dabei wird ein Muster über zwei Takte verteilt.

Muster 9 d – d u – u d u

Ein entspanntes Zwei-Takt-Strumming, ideal für sanfte Songs mit langsamen Akkordwechseln.

Gehört in

Schwerpunkt

Die gleichen Anschläge, aber bei bestimmten Taktschlägen etwas stärker zuschlagen, um einen anderen Groove zu erzielen. Ein großes „U“ steht für einen kräftigeren Aufschlag.

Muster 10 d u d U d u d U

Setzt auf die Aufwärtsstriche, um ein schwungvolles, beschwingtes Gefühl zu erzeugen – ideal für große Mitsing-Sessions.

Gehört in

Muster 11 d u x u d u x u

Die Chunk-Groove aus Pattern 8 erstreckte sich über zwei Takte und sorgte so für ein funkiges, perkussives Feeling.

Gehört in

Reggae-Rhythmen

Beim Reggae werden die Offbeats betont statt der „Eins“. Ein Strich bedeutet, diesen Schlag auszulassen und die Hand weiterbewegen zu lassen.

Muster 12 – d – d – d – d

Echt ausgefallen: Du zupfst nur auf dem „und“ jedes Takts – das ist die Grundlage für den Reggae-Groove.

Gehört in

Muster 13 – – d u – – d –

Ein synkopierter Reggae-Riff, der die Zweier- und Vierertakte betont.

Gehört in

3/4-Takt

Für Lieder, bei denen man in Dreier- statt in Vierertakten zählt.

Muster 14 d – d u d –

Ein einfacher Akkordanschlag im 3/4-Takt – für Lieder, bei denen man in Dreiergruppen zählt.

Gehört in

Muster 15 d – d u d u

Ein lebhafterer 3/4-Strum mit mehr Aufschlägen.

Gehört in

Häufig gestellte Fragen zum Ukulele-Gitarrespielen

Was ist das einfachste Anschlagmuster für die Ukulele?

Am einfachsten ist ein Abwärtsstrich auf jeden Schlag, der „All-Downs“-Strich (Muster 1 oben). Das schult dein Timing und eignet sich für langsame Songs oder Anfängerstücke. Sobald sich das gleichmäßig anfühlt, füg zwischen jedem Abwärtsstrich einen Aufwärtsstrich ein, um den „Down-Up“-Strich zu bekommen.

Wie soll ich meine Anschlaghand halten?

Balle deine Anschlaghand zu einer lockeren Faust und halte sie vor deiner Brustmitte, sodass sie auf deine gegenüberliegende Schulter zeigt. Schlage aus dem Handgelenk heraus an und lass deinen Daumen deinen Anschlagfinger stabilisieren, um zusätzlichen Halt zu bekommen.

Wo soll man auf der Ukulele zupfen?

Wenn du zu nah am Steg anschlägst, klingt es blechern und die Saiten haben kaum Spielraum. Der „Sweet Spot“ bei Sopran- und Konzert-Ukulelen liegt ungefähr dort, wo der Hals auf den Korpus trifft. Bei Tenor-Ukulelen liegt er etwas näher am Steg.

Wie sieht die richtige Anschlagtechnik aus?

Setz dein Handgelenk ein, nicht den ganzen Arm, sonst wirst du schnell müde. Beim Abwärtsstrich schlägst du mit dem Fingernagel auf die Saiten; beim Aufwärtsstrich mit der fleischigen Spitze desselben Fingers.

Was ist ein Swing- oder Shuffle-Strum?

Im Swing dauert der Abwärtsschlag etwa doppelt so lange wie der Aufwärtsschlag, was ein entspanntes, beschwingtes Gefühl erzeugt, das in vielen Stücken aus den Bereichen Hawaiian, Jazz und Blues zum Einsatz kommt. Dadurch klingt ein einfaches Auf- und Ab-Strumming viel interessanter.

Was ist Chunking?

Chunking verleiht deinem Anschlag einen perkussiven Beat. Während du nach unten schlagst, klatschst du leicht mit der Seite oder Unterseite deiner Hand auf die Saiten, sodass sie eher klicken als klingen. Das wird manchmal auch als gedämpftes Anschlagen bezeichnet.

Was sind „Dead Strums“?

Ein „Dead Strum“ ist ebenfalls ein perkussiver Klick, der jedoch mit der Greifhand erzeugt wird. Du legst deine Finger leicht auf alle Saiten, damit sie nicht mitschwingen, und schlagst dann die Saiten an, wodurch ein gedämpftes „Chuck“ entsteht.

Wie spielt man den „Island Strum“?

Das ist der beliebteste und vielseitigste Ukulelen-Strumming-Rhythmus. Mit den obigen Symbolen lässt sich das Muster wie folgt darstellen: d – d u – u d u (runter, runter-rauf, rauf-runter-rauf). Es ist Muster 4 in der Tabelle oben, mit einem Hörbeispiel.

Muss ich all diese Anschlagmuster lernen?

Nein. Wenn du drei bis fünf vielseitige Akkordfolgen lernst, wie zum Beispiel den „Island Strum“ und noch ein paar andere, kannst du fast jeden Song spielen. Lern erst dann weitere dazu, wenn ein bestimmter Song das erfordert.

Jetzt spiel doch mal zu einem Lied mit

Such dir ein Lied aus, das du kennst, leg mit dem „Island Strum“ los und beweg deine Hand auch bei den Akkordwechseln weiter. Schau dir die Griffe in der kostenlosen Akkordbibliothek an, und wenn du bereit bist, ist die Fingerpicking-Anleitung der logische nächste Schritt.

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37 Kommentare
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Georgi

Really helpful. I find strumming the hardest thing playing the uke

josh

jk, but this was super helpful, Thanks!

person

I thought that the chords and moving my fingers would be the hardest thing for me but once you get that down it becomes muscle memory. Strumming is the hardest thing about the ukulele definitely

danielle

i am still having some trouble strumming up, i don’t know how to position my hand.

IAmOfficiallySwag

how to do the chnk

alicia campana

what about this / ?

Coffee333

Thank you! I was unsure on how to strum before but this was really helpful <3

Sarah Bell

Does anyone know any good song that use the hawaiian strum…Ive been wanting to practice that

Camila

Waww! finally 🙂 since I started learning ukulele (without any background in music) I have being jumping from one tutorial to the other and getting frustrated because of the lack of strumming instructions. This guide helped me greatly. Thanks a lot!

Destiny

Thank you so much! These Strumming patterns helped a lot

Em

I’ve been playing ukulele for around 3 years now and I have a really odd strumming pattern. I use my entire hand, so for a down I hit it with all of my nails and and for an up i hit the upper skin of my thumb and slide onto the nail.

I actually don’t know if that’s okay or not, but it works nonetheless.

LeslieAnnL

I’m so glad I found this. Thanks especially for the little audio clips of the strumms.

michelemalaysia

TQVM fir this informative ibformation. 🙂

Lonnie

how do i sign-up for newsletter?

Maaria

Really helpful. Thanks!

Sofia

How do I fingerpick 😭

Albert

How do you do d u u d d?

JT KC

Just use Middle finger if comfortable and do simple and common pattern of D D U U D U used in most ukulele songs

corgilord

the e chord is still kind of hard for me tho

lucky

i fond struming the hardist

Verkauft meine Daten nicht