Steife Finger aufwärmen: 5 einfache Ukulele-Übungen
Deine Ukulele ist gerade angekommen. Finde dich zurecht, stimm sie und leg los.
- Dehne deine Hände
- Die Schlaghand aufwärmen
- Übungen für die Greifhand
- Warum Aufwärmen wichtig ist
Weil wir unsere Hände jeden Tag zum Tippen und Nachrichtenschreiben benutzen, werden sie mit der Zeit ein bisschen steif. Und sobald deine Finger beim Ukulelespielen nicht mitmachen oder sich steif anfühlen, wird jeder Griff zur Arbeit. Nimm dir eine kurze Pause von fünf Minuten und wärme mit diesen fünf einfachen Übungen deine Greifhand und deine Schlaghand auf.
Dehne zuerst deine Hände
Bevor du mit den eigentlichen Übungen loslegst, mach ein paar Dehnübungen für Finger und Handgelenke. Dehnen vor dem Spielen ist eine hervorragende Art, die Durchblutung in den Fingern anzukurbeln, bevor du sie mit den Übungen weiter kräftigst. So müssen deine Finger danach gar nicht mehr so hart arbeiten.
Fang mit einer Faust an, die du langsam öffnest und wieder schließt. Das bringt die Finger in Bewegung. Danach drehst du beide Handgelenke im und gegen den Uhrzeigersinn. Du kannst dafür gern einen Knetball oder anderes Zubehör zum Zusammendrücken und wieder Loslassen benutzen. Du wirst überrascht sein, wie viel diese kleinen Dehnübungen beim Aufwärmen für die Übungen bringen.
Schlaghand
1. Tempo-Übung für die Schlaghand
Diese Tempo-Übung ist perfekt, wenn du gerade erst in eine Spielsession startest. Leg deine Finger einfach irgendwo auf einen Bund, es muss kein bestimmter Akkord sein. Mit der Schlaghand legst du Daumen und Zeigefinger zusammen, so als würdest du ein Plektrum halten, und gleitest dann einfach über die Saiten nach unten und wieder nach oben.
Fang in einem langsamen Tempo an und werde nach und nach schneller, während Schlaghand, Finger und Handgelenk lockerer werden. Halte deine Hände beim Schlagen so entspannt wie möglich.

2. Bring Dynamik in den Schlag
Die nächste Übung läuft genauso wie die erste, nur bringst du diesmal bewusst etwas Dynamik ins Spiel. Bleib in derselben Position und fang so leise an, wie du kannst, ohne dabei zu verkrampfen. Dann wirst du mit jedem Schlag ein bisschen lauter.
Versuch dabei so ruhig und entspannt wie möglich zu bleiben, auch wenn dein Schlag richtig laut wird. So lockern sich Finger, Hände und Handgelenk weiter und du bist bereit zum Spielen.
Greifhand
3. Spiel die chromatische Tonleiter
Jetzt sind die Finger deiner Greifhand dran. Du gehst die chromatische Tonleiter in Halbtonschritten hoch und spielst jeden Ton einzeln, erst aufwärts und dann abwärts. Weise jedem deiner vier Greiffinger einen der vier Bünde zu und halte den Daumen fest an der Rückseite des Ukulelenhalses.
A|--------------|--------------|--------------|--1--2--3--4--| E|--------------|--------------|--1--2--3--4--|--------------| C|--------------|--1--2--3--4--|--------------|--------------| g|--1--2--3--4--|--------------|--------------|--------------|
A|--------------|--------------|--------------|--4--3--2--1--| E|--------------|--------------|--4--3--2--1--|--------------| C|--------------|--4--3--2--1--|--------------|--------------| g|--4--3--2--1--|--------------|--------------|--------------|
Wenn du die chromatische Tonleiter so spielst, liegen alle Töne des Zeigefingers im 1. Bund, die des Mittelfingers im 2. Bund, die des Ringfingers im 3. Bund und die des kleinen Fingers im 4. Bund. Du wanderst von einer Saite zur nächsten und zupfst jeden Ton mit dem passenden Finger. Spiel langsam genug, damit der Wechsel zwischen Tönen und Saiten locker klappt, ohne Zögern und ohne Pause.
4. Eine Dur-Tonleiter spielen
Mit den Fingern deiner Greifhand spielst du jetzt einzelne Töne. Such dir zuerst eine beliebige Dur-Tonleiter aus, die dir leichtfällt, zum Beispiel C-Dur. Danach spielst du die Tonleiter aufwärts und abwärts. Bei C-Dur fängst du also mit C an und gehst weiter über D, E, F, G, A, B bis wieder zum C.
C D E F G A B C C B A G F E D C A|--------------|-----0--2--3--|--3--2--0-----|--------------| E|--------0--1--|--3-----------|-----------3--|--1--0--------| C|--0--2--------|--------------|--------------|--------2--0--| g|--------------|--------------|--------------|--------------|
Diese Übung verbindet deinen Kopf mit den Tönen, die du gleich spielst, und hilft gleichzeitig deinen Fingern, sich mit genau diesen Tönen anzufreunden. Eine tolle Übung, die du so kompliziert machen kannst, wie du willst, indem du zum Beispiel mehr mit Dur-Tonleitern zupfst und dabei in Terzen springst oder Quinten spielst.
5. Und jetzt ein paar Akkorde!
Jetzt, wo deine Finger deutlich wärmer sind, kannst du mit dem Schlagen und mit Akkordfolgen anfangen. Bring zuerst im Kopf deine Greifhand und deine Schlaghand zusammen, am besten mit ein paar einfachen, vertrauten Akkorden. Ein typisches Muster ist C, G, Am, F.
Danach kannst du dir jede Akkordfolge aussuchen, die dir gefällt und die dir leicht von der Hand geht.
Warum Aufwärmübungen so wichtig sind
Das Aufwärmen ist ein wichtiger Teil deiner Übezeit und du musst pro Übung nicht mehr als eine Minute investieren, um in Schwung zu kommen. Insgesamt bist du also in etwa fünf Minuten durch. Hände und Finger zu bewegen löst Schmerzen und Steifheit, sodass du bereit bist für deine Ukulele oder deine Gitarre.
Wenn deine Finger steif sind oder einfach nicht mitmachen wollen, überfordere dich beim Üben nicht. „Hör“ auf deine Hände und deine Finger und übe nur in kurzen Einheiten von etwa fünfzehn Minuten. Sind deine Finger zu steif zum Spielen, wärm dich länger auf oder heb es dir für morgen auf und gönn dir eine Pause.
Wenn du mehr spürst als nur Steifheit, zum Beispiel Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl, lass das bitte von deiner Ärztin oder deinem Arzt abklären. Dehnen und Aufwärmen sollte Beschwerden lindern und dir Erleichterung verschaffen. Ukulelespielen bringt außerdem viele gesundheitliche Vorteile mit sich, also fang am besten heute noch an!
NOCH FRAGEN ZU STEIFEN FINGERN?
Schreib mir jederzeit gern bei allen Fragen zu steifen Fingern oder Aufwärmübungen.
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